Eine neue Website sollte ein geschäftliches Problem lösen: Ein Angebot ist unklar, Inhalte lassen sich nicht pflegen, qualifizierte Anfragen fehlen oder die Technik bremst. „Sie sieht alt aus“ kann ein Auslöser sein, ist aber noch kein vollständiges Projektziel.
1. Was soll nach dem Relaunch besser sein?
Formuliere zwei bis vier konkrete Ziele. Sie können qualitativ oder messbar sein, müssen aber eine Entscheidung ermöglichen.
- Besucher verstehen die wichtigsten Leistungen innerhalb weniger Sekunden.
- Das Team kann Referenzen und Inhalte selbst aktualisieren.
- Relevante Suchanfragen führen auf passende Leistungsseiten.
- Anfragen enthalten genügend Informationen für eine erste Einschätzung.
2. Für wen wird die Website gebaut?
„Für alle“ führt fast immer zu beliebigen Texten. Definiere die wichtigsten Nutzergruppen, ihren Informationsstand und die Entscheidung, die sie auf der Website vorbereiten möchten. Eine bestehende Kundin benötigt andere Informationen als jemand, der dein Unternehmen zum ersten Mal vergleicht.
3. Welche Inhalte existieren bereits?
Erstelle vor dem Design eine einfache Inhaltsinventur: Seiten, PDFs, Bilder, Videos, Formulare, Downloads und wichtige externe Links. Markiere, was übernommen, überarbeitet, zusammengeführt oder gelöscht werden soll.
Eine optisch schwache Seite kann trotzdem wertvolle Rankings, Backlinks oder häufig genutzte Informationen besitzen. Prüfe Leistung und Zweck, bevor eine URL verschwindet.
4. Welche Seiten braucht es wirklich?
Die Navigation ist nicht automatisch die gesamte Seitenstruktur. Wichtige Leistungen benötigen häufig eigene Seiten, auch wenn sie unter einem gemeinsamen Navigationspunkt liegen. Umgekehrt braucht nicht jede Keyword-Variante eine separate Landingpage.
5. Wie werden bestehende URLs behandelt?
Erstelle eine Zuordnung von alter zu neuer URL. Wenn eine Seite ersetzt oder zusammengeführt wird, braucht sie in der Regel eine passende permanente Weiterleitung. Canonicals, Sitemap, interne Links und externe Kampagnenlinks müssen auf die finale Struktur abgestimmt werden.
6. Wer liefert und wer entscheidet?
Definiere früh, wer Texte, Bilder, rechtliche Inhalte und technische Zugänge liefert. Ebenso wichtig ist eine Person, die Freigaben verbindlich erteilen kann. Unklare Zuständigkeiten verlängern Relaunches oft stärker als die eigentliche Umsetzung.
7. Was passiert nach dem Launch?
- Formulare, Weiterleitungen und wichtige Nutzerwege testen.
- Sitemap einreichen und Indexierung beobachten.
- Analytics und Search Console prüfen.
- Backups, Updates und Verantwortlichkeiten dokumentieren.
- Nach einigen Wochen Suchanfragen und Nutzerverhalten auswerten.
Die kompakte Relaunch-Checkliste
- Geschäftsziele und Zielgruppen dokumentiert
- Bestehende Inhalte und URLs inventarisiert
- Neue Seitenstruktur und Suchintentionen definiert
- Texte, Bilder und rechtliche Inhalte zugeordnet
- Weiterleitungen und technische Anforderungen geplant
- Freigaben, Termine und Verantwortlichkeiten geklärt
- Launch-, Mess- und Wartungsplan vorbereitet
Wenn du Struktur, Inhalte und Umsetzung gemeinsam angehen möchtest, findest du mehr unter Webdesign für Schweizer KMU.

